Stile der Stadt, Ein Projekt von Filomeno Fusco und Dirck Möllmann

VIDEOPANEL 2008 - 25. Januar bis 1. Februar 2008, Clemens-Schultz-Straße 85-87, Hamburg St. Pauli

Videoform Filmform

Miri Segal

Miri Segal *1965, lebt in Tel Aviv

Ausstellungen (Auswahl)
2007 Just a second, Life, Dvir Gallery, Tel Aviv
2006 Bon Voyage, Galerie Kamel Mennour, Paris
2005 place de la bonne heure, Dvir Gallery, Tel Aviv
2004 Capital Hill, Lisson Gallery, London
2002 Interfaces, Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv
2001 Closed Circuit, PS1, New York

Stipendien/Preise (Auswahl)
2005 Artist in residence, Centre International d'accueil et d'échanges des Récollets, Paris
2004 Israeli Ministry of Science, Culture & Sports Prize
2002-2003 Villa Arson, Nizza
2001-2002 The Nathan Gottesdiener Foundation Israeli Art Prize, Tel Aviv Museum of Art

Just a Second, Life

2007, 2-Kanal Videoinstallation
no matter what?, online-streaming, Monitor, Spiegel
BRB (Be Right Back), Harddisc, Farbe, Ton, 28:16 Min.
Creator: Miri Segal, Iris Domany, Doron Starinsky
Photography, Editing: Miri Segal, Iris Domany
Fine Cut Editing: Vidi Bilu
Sound Track Advisor: Sami Lifsches

Courtesy Dvir Gallery, Tel Aviv

Das Leben ein Traum – Pedro Caldéron de la Barcas Barockdrama wird nicht nur als Theaterklassiker von Zeit zu Zeit wieder aufgeführt, sondern sein Leitmotiv erfüllt sich mittlerweile täglich in den Parallelwelten des Internet. Fans sagen, es gebe keinen Unterschied zwischen dem virtuellen Second Life (SL) und dem Real Life. Es gebe vergleichbare Gesetze, Moralcodes, soziale Kontakte, eine Währung, erfundene Biografien und vieles ähnliches mehr. Die Nagelprobe auf den Wirklichkeitsgehalt des Virtuellen sind in der Regel Sex und Geld. Beides gibt es im Second Life. Aber in erster Linie ist es ein Spiel nach den Regeln des Real Life mit einigen Ausnahmen, wie die territoriale Grenzenlosigkeit oder die Verkörperung freier Phantasie, die Entlastung des Körpers von seinem irdischen Aussehen, seiner Schwere und Erdgebundenheit.

Die israelische Künstlerin Miri Segal ist fasziniert von den philosophischen und psychologischen Fragen, die Second Life aufwirft. Sie hat sich unter dem Namen Muzza gemeinsam mit Iris Domany alias Roga, auf eine Reise durch die virtuelle Welt begeben. Der Videofilm BRB (Be Right Back) dokumentiert ihre Erlebnisse mit anderen Avataren. Parallel dazu, ist über einen Spiegel eine SL-Galerie auf einem Monitor zu sehen. Die Technik für einen interaktiven Besuch der virtuellen Galerie in der Ausstellung ist aufwändig, ‚zu Hause’, mit eigener Avatar-Identität, geht das leichter.