Stile der Stadt, Ein Projekt von Filomeno Fusco und Dirck Möllmann

english

Videopanel 2011

19. – 27. Februar 2011

Altonaer Museum, Hamburg

Haus

Ulla von Brandenburg

Ulla von Brandenburg *1974 in Karlsruhe
lebt und arbeitet in Paris, Frankreich und Hamburg

Ausstellungen (Auswahl) (S – Solo; G – Gruppen / group)
2010 Cut. Scherenschnitte 1970-2010, Hamburger Kunsthalle (G)
2009 The Forgotten Bar Project, Galerie im Regierungsviertel, Berlin (G)
2008 Ulla von Brandenburg, Project Space PS1, New York, USA (S)
2007 Performa 07, The 2nd Biennial of New Visual Art Performance, New York, USA (G)

Preise und Stipendien (Auswahl)
2007  Kunstpreis Boettcherstraße, Kunsthalle Bremen
2007 Stipendium der Cité des Arts, Paris
2005 Reisestipendium Verein für Neue Kunst, Hamburg

8

2007 Rauminstalation, verschiedene Materialien, 16 mm Film, s/w,
stumm, 9 Min., Loop,
Edition 5 + 2 A.P.

Courtesy Produzentengalerie, Hamburg

Im Glaskuppelraum des Altonaer Museums hat Ulla von Brandenburg die dort üblicherweise zur Schau gestellten Vitrinen mit Bauernhausmodellen, sowie schwere Truhen aus dem Bestand neu arrangiert. Die Neuordnung des Raumes gibt den Weg des Besuchers zur Projektionsfläche ihres Films 8 vor. Der schwarzweiße Stummfilm zeigt den, mit einer Steadicam gedrehten, sich im Loop wiederholenden, Gang durch das Erdgeschoss eines Schlosses. Anfangs- und Endpunkt des Films ist das Detail eines Gemäldes aus dem 18. Jahrhundert. Im Rückzug der Kamera wird das ganze Gemälde sichtbar. Es zeigt die Außenansicht des Schlosses in einer Parklandschaft. Die Bewegung durch das Gebäude führt an Personen und Personengruppen vorbei, die im Stile von Tableaux vivants an verschiedenen Orten positioniert sind. Gegenstände oder Gesten lassen sie wie moderne Allegorien erscheinen. Die Kamera nähert sich und fährt auf ihrem präzise festgelegten Weg weiter. Der Weg beschreibt eine Acht, die ihren Schnittpunkt in dem zentralen, dielenartigen Raum hat. Ein Mann, mit einem an ein Kinderspiel erinnernden, wie eine Acht verschlungenen Band in den Händen, markiert diesen Punkt und zugleich das Thema. Mit verschieden Mitteln, wie dem Zitat oder dem Bild im Bild, der Kamerabewegung oder dem Loop, inszeniert und variiert von Brandenburg das Motiv der Wiederholung. Es scheint kein Entkommen zugeben, wäre da nicht die Geste des Mannes vor dem Spiegel: „mon oeil“ – „wer’s glaubt wird selig“?