Stile der Stadt, Ein Projekt von Filomeno Fusco und Dirck Möllmann

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Videopanel 2011

19. – 27. Februar 2011

Altonaer Museum, Hamburg

Haus

Mark Wallinger

Mark Wallinger *1959 in Chigwell, England
lebt und arbeitet in London, England

Ausstellungen (Auswahl) (S – Solo; G – Gruppen)
2010 The Beauty of Distance: Songs of Survival in a Precarious Age, Biennial of Sydney, Australien (G)
2008 Mark Wallinger, Kunstmuseum Aarau, Schweiz (S)
2007 Skulptur.Projekte 07, Münster (G)
2005 The Experience of Art, Italienischer Pavillon, 51. Biennale di Venezia, Italien (G)
2001 Britischer Pavillon, 49. Biennale di Venezia, Italien (S)

Preise und Stipendien (Auswahl)
2007 Turner Preis
2002 Forschungsstipendium am London Institute
2001-2002  DAAD Stipendium, Berlin

The Magic Of Things

2010, Digitales Video auf DVD, Farbe, stumm, 10:32 Min., Loop

Courtesy Galerie carlier | gebauer, Berlin

Ausgangspunkt für Mark Wallingers Video The Magic of Things ist die amerikanische Fernsehserie Bewitched. Sie erzählt im Stile einer Screwball-Comedy vom Familienleben der Hexe Samantha und ihres Ehemanns Darrin. Die Hauptschauplätze sind das Familienhaus und Darrins Büro zur Zeit der 1960er Jahre. Wallinger wählt für sein Video bestimmte Bilder der Fernsehserie aus und isoliert sie von der Tonspur. Er zeigt nur Alltagsgegenstände, die wie von Geisterhand bewegt selbst zu Akteuren werden und ihr Wesen im Haus treiben. Die Magie dieser Dinge, ihr Schweben, ihre Zerstörung und Zusammensetzung, ihr Kommen und Gehen ist zunächst durch Zauberei provoziert. Auf den zweiten Blick tauchen die isolierten Gegenstände jedoch als historische, folkloristische und museumswürdige Design-Objekte auf. Sie werden dadurch paradoxerweise zugleich der Zeit enthoben und erhalten etwas Dingliches. Die magische Anziehung durch die menschenlosen, sich den Projektionen seiner Zuschauer darbietenden Dinge, entsteht im Betrachter. In seinem neugierigen, faszinierten oder begehrlichen Blick werden Alltagsgegenstände zu magischen Dingen, vielleicht gar zu Fetisch- Objekten. Wallinger geht es aber nicht um die Entlarvung, sondern er bekräftigt im Gegenteil die Eigenständigkeit von Dingen durch die Auswahl der Bilder. Eine schwebende Brille vor einem verhüllten Fenster – sie zeigt das ganze Geheimnis und ist zugleich was sie ist.