Stile der Stadt, Ein Projekt von Filomeno Fusco und Dirck Möllmann

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Videopanel 2011

19. – 27. Februar 2011

Altonaer Museum, Hamburg

Haus

Lærke Lauta

Lærke Lauta *1974 in Kopenhagen, Dänemark
lebt und arbeitet in Kopenhagen, Dänemark

www.lauta.dk

Ausstellungen (Auswahl) (S – Solo; G – Gruppen)
2009 Lærke Lauta, Museum of Contemporary Art San Diego, USA (S)
2008 The Accident, Saint Louis Art Museum, USA (S)
2007 Krieg der Knöpfe, Dänemark; Landesgalerie Linz, Österreich (G)
2006 Hun mødte sig selv, Vendsyssel Museum of Art, Dänemark (S)
2004 Dreamhouse, Home Gallery, Prag, Tschechien (S)
2003 7th International Photography Gathering, Aleppo, Syrien (G)
2002 Artgenda 2002, Biennale für Junge Künstler der Baltischen Region, Hamburg (G)

LIGHTSLEEPER

2008, HD 2-Kanal, Farbe, Ton, 6:30 Min., Loop
Kamera: Martin Munch

Lærke Lauta thematisiert in der Video-Doppelprojektion Lightsleeper den Moment des Übergangs vom Schlaf zum Wachsein. Die Szenen mit ruhigen Bildern von intensiver Farbigkeit, zeigen dieselbe junge Frau in einem Zustand, der weder Schlaf noch Wachheit ist und in dem sich intensive, bis zur Ununterscheidbarkeit in die Realität schiebende Träume einstellen. Während die Frau in der linken Projektion Bett und Haus verlässt und sich schlafwandlerisch in den vom Zwielicht der Morgendämmerung und mit intensiven Naturgeräuschen erfüllten Garten begibt, setzt sie sich in der rechten Projektion auf und blickt unverwandt in den Garten, in dem sie umherschweift. Sie öffnet die Augen und blickt in ein Außen, das wie die Weiterführung des Schlafes erscheint. Das schützende Haus wird durchlässig für die Außenwelt, Innen und Außen verzahnen sich. Nicht nur die Durchblicke durch die Fenster, auch die Spiegelungen machen transitorische Momente augenfällig. Die parallel projizierten Bilder verweben sich und gehen in einander über. Was sich im Hintergrund des einen Bildes abspielt, wird im anderen näher gerückt. Lauta bietet jedoch keine Erzählung an. Der Übergang vom Schlaf- zum Wachzustand scheint assoziativ verknüpft mit anderen Zuständen der Wandlung: dem Verhältnis der Geschlechter, der Begegnung mit und in der Natur, dem Erwachsenwerden. Schließlich legt die Frau sich hin – in das Bett, auf das Sofa – schließt die Augen – Schwärze – und öffnet die Augen im Träumen, dass ich träume, dass ich träume.